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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
Entstehung
Seite
46
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A!

mir des Rittmeisters Gepäck, darunter ein ziemlich wohlgespicktes verschlossenes Felleisen war, cinhändigtc, mit demBerichte, daß der Rittmeister und seine Leute, bis auf einenKnecht und gegenwärtigen Mohren, auf ihre Posten gegan-gen wären, uni sich zu wehren. Indessen hatte der Spring-insfeld besagten Knecht mit sechs gesattelten ickönen Pferdenim Stalle auch erwischt. Diese stellten wir in's Haus, verrie-gelten dasselbe und ließen den Mohren sich anziehcn, denWirth hingegen auftragcn, was er für seinen Rittmeisterhatte zurichtcn müssen. Als aber inzwischen die Thore ge-öffnet, die Posten besetzt und unser Gcncralfcldzcugmcistcr,Herr Graf von der Wahl, eingelassen wurde, nahm dieserseine Wohnung in ebendemselben Hause, in welchem wiruns befanden. Darum mußten wir bei finsterer Nacht unswieder ein anderes Quartier suchen. Das fanden wir beiunseren Kameraden., die auch mit Sturm in das Städtlcingekommen waren. Bei denselben ließen wir cs uns wohlsein und brachten den übrigen Thcil der Nacht mit Fressenund Saufen und mit trefflichem Wohlleben zu, nachdemich und Springinsfeld zuvor mit einander unsere Beute gc-thcilt hatten. Ich bekam für meinen Anthcil den Mohrenund die zwei besten Pferde, darunter ein spanisches war,auf welchem ein Soldat sich gegen seinen Gcgcntheil wohldurfte sehen lasten, und mit dem ich nachgchcnds nicht we-nig prangte. Aus dem Felleisen aber kriegte ich unter-schiedliche köstliche Ringe und in einer goldenen Kapsel, mitRubinen besetzt, das Konterfei des Prinzen von Oranien,weil ich dem Springinsfeld das Ucbrige alles ließ. Ichbekam also, wenn ich Alles halb hinweg hätte verschenkenwollen, mit Pferden und Allein über die zweihundert Du-