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brachten eine Leiter und ein Seil aus einer Scheuer zuwege,und weil ich so gut wie ein Schornsteinfeger in den Kaminenauf- und absteigen konnte — was ich nämlich von Jugendauf in den hohlen Bäumen gelernt hatte— so stieg ich sel-bander auf das Dach, welches von hohlen Ziegeln doppeltbelegt und zu meinem Vorhaben sehr bequem gebaut war.Ich wickelte meine langen Haare über dem Kopfe in einenBüschel zusammen, ließ mich mit einem Ende des Seileshinunter zu meinem geliebten Specke und besann mich da-selbst nicht erst lange, sondern band einen Schinken nachdem andern und eine Speckseite nach der andern an dasSeil, welches dann der auf dem Dache fein ordentlich zumKamin hinaus fischte und den Anderen in das Vcinhäus-lein zu tragen gab. Aber, potz Unstern! Da ich in allenStücken Feierabend gemacht hatte und nun wieder über michwollte, brach eine Stange mit mir entzwei, also daß derarme Simplicius hinunter fiel und der elende Jäger sichselbst wie in einer Mausefalle gefangen befand. MeineKameraden auf dem Dache ließen das Seil herunter, ummich wieder hinauf zu ziehen; aber es zerriß, ehe sie michvom Boden brachten. Ich dachte bei mir: „Nun Jäger!jetzt mußt du eine Hatz ausstchcn, in welcher dir selbst, wiedem Akteon, das Fell gewaltig zerrissen werden wird!"Denn der Pfarrer war von meinem Falle erwacht und befahlseiner Köchin, alsbald ein Licht anznzündcn. Sie kam imHemde zu mir in die Küche, hatte den Rock über der Achselhängen und stellte sich so nahe neben mich hin, daß sie michdamit berührte. Sie griff nach einem Brande, hielt dasLicht daran und fing an zu blasen. Ich aber blies fiel stär-ker zu als sie selbst. Davon erschrak das gute Mensch so