etliche Stücke auszubessern verdingen wollte, ich aber aller-hand Ausflüchte suchte und besonders meine Wanderschaftvorwandte, sagte der Meßner oder Glöckner: „du Kerl! ichsehe dich eher für einen verlaufenen Soldatcnjnngen an, alsfür einen Malergesellen!" Ich war solcher Reden nichtmehr gewohnt und sollte sie doch verschmerzen; indessenschüttelte ich nur den Kopf ein wenig und antwortete ihm:„O, du Kerl! gicb mir nur geschwind Pinsel und Farbenher, so will ich dir im Hui einen Narren hcrgcmalt haben,wie du einer bist, der dir in Allem gleich und ähnlich seinsoll!" Der Pfarrer machte ein Gelächter daraus und sagtezu uns Beiden, cs gezieme sich nicht, an einem so heiligenOrte einander wahr zu sagen. Damit gab er zu verstehen,daß er uns Beiden glaubte, ließ uns dann noch einen Trunklangen und also dahin ziehen. Ich aber ließ mein Herzbei den Knackwürsten.
Wir kamen noch vor Nacht zu unseren Gesellen; da ichdenn meine Kleider und mein Gewehr wieder nahm, demHauptmann meine Verrichtungen erzählte und sechs guteKerle auslas, welche das Brod sollten heim tragen helfen.Ilm Mitternacht kamen wir in das Dorf und hoben in allerStille das Brod ans dem Ofen, weil wir auch Einen beiuns hatten, der die Hunde bannen konnte. Und da wirnun bei dem Pfarrhofe vorüber wollten, konnte ich cs nichtüber das Herz bringen, ohne Speck weiter zu gehen. Ichstand aus einmal still und betrachtete mit Fleiß, ob den»nicht in des Pfaffen Küche zu kommen sein mochte. Ichsah indcß keinen andern Eingang als das Kamin, welchesalso für dies Mal meine Thür sein mußte. Wir trugenBrod und Gewehr auf den Kirchhof in's Beinhaus und