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goldenen Ketten gefangen daher!" Weiter belog er michhinsichtlich der Weiber, daß mehr als der halbe Theil der-selben Hosen trügen, obschon man sic nicht sähe, und daßviele ihren Männern, wenn sic schon nicht zaubern könnten,noch auch Göttinen wären, wie Diana gewesen sei, dochgrößere Hörner auf die Köpfe gaukelte», als Actäon getra-gen hätte; ingleichen, daß gar viele derselben den Ehestandlediger Weise trieben. Und dieses Alles glaubte ich ihm;solch ein dummer Narr war ich!
Hingegen unterhielt mich mein Hofmeister, wenn erallein bei mir war, mit einem viel anderen Gespräche. Erbrachte mich auch in die Bekanntschaft seines Sohnes, wel-cher, wie früher gemeldet worden ist, bei der kursächstschcnArmee ein Musterschrcibcr war und weit andere Eigenschaf-ten an sich hatte, als der Schreiber meines Obersten. Dahermochte ihn mein Oberster nicht allein gerne leiden, sonderner war auch darauf bedacht, ihn von seinem Hauptmann loszu handeln und zu seinem eigenen Regimcntssccretär zumachen, auf welche Stelle sein obenerwähnter Schreiber sichauch spitzte.
Mit diesem Musterschreiber, welcher ebenso, wie sein Va-ter, Ulrich Herzbruder hieß, machte ich eine solche Freund-schaft, daß wir ewige Brüderschaft zusammen schwuren, kraftderen wir einander in Glück und Unglück, in Liebe und Leid,nimmermehr wieder verlassen wollten. Und weil dieses mitWissen seines Vaters geschah, so hielten wir den Bund destofester und steifer. Demnach lag uns nichts härter an, alswie wir meines Narrenkleides mit Ehren los werden undeinander rechtschaffen dienen möchten. Dies hieß jedoch deralte Herzbruder, den ich als meinen Vater ehrte und vor