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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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Seite
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arm und dürftig, weil ihr Gewinn leicht geschätzt und daherentweder gleich wieder verspielt oder sonst liederlich ver-schwendet wird. Hiervon ist leider das allzu wahre, abersehr erbärmliche Sprüchwort entsprungen: der Teufel ver-lasse keinen Spieler, er laste stc aber blutarm werden. Denner raubt ihnen Gut, Muth und Ehre und verläßt sie alsdannnicht mehr, bis er sie endlich auch gar noch Gottes un-endliche Barmherzigkeit komme ihm denn zuvorum ihrerSeelen Seligkeit bringt. Ist aber ein Spieler von Natureines so lustigen Humors und so großmüthig, daß er durchkein Unglück oder Verlust zu Melancholie, Grillen, Schwcr-mülhigkeit, Unmuth und anderen hieraus entspringendenschädlichen Lastern gebracht werden kann, so läßt ihn derarglistige böse Feind deswegen tapfer gewinnen, damit erihn durch Verschwendung, Hostahrt, Fressen, Saufen, Hurenund Buben endlich in's Netz bringe."

Ich vcrkrcuzigtc und verscgnete mich, daß man untereinem christlichen Heere solche Sachen üben ließ, die der Teu-fel erfunden haben sollte, sonderlich weil augenscheinlich undhandgreiflich so viele zeitliche und ewige Schäden und Nach-theile daraus folgten. Judcß sagte mein Hofmeister, das-jenige, was er mir erzählt habe, sei noch gar nichts; weralles Unheil, das aus dem Spielen entstände, beschreibenwollte, der nähme sich eine unmögliche Sache vor. Denngleichwie man zu sagen Pflegte: der Wurf, wenn er aus derHand gegangen, sei des Teufels, also sollte ich mir's nichtanders Unbilden, als daß mit jedem Würfel wenn eraus des Spielers Hand auf dem Mantel oder Tische daherrolle ein kleines Teufelchcn nebenher laufe, welches ihnregiere und Augen geben lasse, wie cs der Vortheil seiner

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