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ich gemerkt hatte, mir das -Herz mit trefflichem Tröste be-rührte, so konnte ich mich auch der Thräncn nicht enthalten.Ich habe also, dem äußerlichen Ansehen nach mit höchsterAndacht, nacb gesprochenem Vater unser, für jedes Anlie-gen der Christenheit, für meine Freunde und Feinde gebe-ten , auch, daß mir Gott in dieser Zeitlichkeit »ach seinemWillen also zu leben verleihen wolle, daß ich würdig wer-den möchte, ihn in ewiger Seligkeit zu loben, wie mich dennmein Einsiedel ein solches Gebet mit andächtig abgefaßtcnWorten gelehrt hatte. -Hiervon finge» etliche weichherzigeZusehcr auch beinahe an zu weinen, weil sic ein trefflichesMitleidcn mit mir trugen; ja, meinem Herrn selbst standendie Augen voller Wasser, wessen er sich, wie mich däuchtc,sogar schämte. Er entschuldigte sich deshalb mit dem Vor-wände, sein Herz im Leibe möchte ihm zerspringen, wenn ereine solche betrübte Gestalt sähe, die seine verlorene Schwe-ster so natürlich vor Augen stelle.
Nach der Mahlzeit schickte mein Herr nach dem obenerwähnten Pfarrhcrr». Diesem erzählte er Alles, was ichvorgcbracht hatte, und gab damit zu verstehen, daß er be-sorge, cs gehe nicht recht mit mir zu und cs liege vielleicht derTeufel mit unter der Decke, weil ich mich zuvor ganz einfäl-tig und unwissend erzeigt hätte, nunmehr aber Sachen vor-zubringcn wisse, daß man sich darüber verwundern müsse.Der Pfarrer, dem meine Beschaffenheit am Besten bekanntwar, antwortete: Man hätte solches bedenken sollen, cheman sich unterstanden hätte, mich znni Narren zu machen.Menschen seien Ebenbilder Gottes, mit diesen aber, undzumal mit so zarter Jugend, sei nicht wie mit Bestien zuscherzen : doch wolle er nimmermehr glauben, daß dem bösen