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Das zehnte Kapitel.
Simpler pflegt Vieles von tapferen Helden,
Und auch höchst rühmlichen Künstlern zu melden.
Hierauf erfolgte die Mittagsmahlzeit, bei welcher ichmich wieder tapfer gebrauchen ließ; denn ich hatte mir nunvorgcnommen, alle Thorhciten zu bereden und alle Eitelkei-ten zu strafen, wozu sich Venn mein damaliger Stand trefflichschickte. Kein Tischgenosse war mir zu gut, daß ich ihmnicht seine Laster verwiesen und aufgcrupft hätte, und wennsich einer fand, der sich's nicht gefallen ließ, so wurde erentweder noch dazu von Anderen ausgclacht, oder es wurdeihm von meinem Herrn vvrgchaltcn, daß sich kein Weiserüber einen Narren zu erzürnen pflege. Den tollen Fähndrich,welcher mein ärgster Feind war, zog ich sogleich herüber undG setzte ihn auf den Esel. Der Erste aber, der mir nach mei-nes Herrn Winken mit Vernunft begegnete, war der Sccre-tär; denn als ich denselben einen Titelschmied nannte, ihnwegen der citelen Titel auslachte und fragte, wie man denersten Vater der Menschen betitelt hätte? antwortete er:Du redest wie ein unvernünftiges Kalb, weil du nicht weißt,daß nach unseren ersten Eltern unterschiedliche Leute gelebt,dip durch seltene Tugenden, als Weisheit, männliche Hcl-dcnthaten und Erfindung guter Künste, sich und ihr Ge-schlecht dermaßen geadelt haben, daß sie auch von Anderenüber alle irdischen Dinge, ja sogar über die Gestirne, zuGöttern erhoben worden sind. Wärst du ein Mensch oderhättest wenigstens wie ein Mensch die Historien gelesen, so