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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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ftuer so glücklich Überstunden hätte und dem Teufel saiumtseiner Mutter entgangen wäre. Deshalb sollte ich mirbegehren, was mein Herz wünsche, sintemal von Allem, wasmir mir beliebe, genug vorhanden wäre, oder doch sonst her-bei zu schaffen in ihrer Macht stände. Mich quälte derDurst, und weil ich den Becher vor mir sah, so verlangte ichnur den Trunk, der mir denn auch mehr als gutwillig ge-reicht wurde. Solches war jedoch kein Wein, sondern einlieblicher Schlaftrunk. Ich nahm denselben unabgcsetzt zumir und entschlief dadurch wieder, sobald er bei mir er-wärmt war.

Den andern Tag erwachte ich wiederum dennsonst schliefe ich noch immer; ich befand mich aber nichtmehr im Bette, noch im vorigen Saale oder bei meinen En-geln, viel weniger im Himmelreich selbst, sondern in mei-nem alten Gänsckcrker. Da war abermals eine greulicheFinsterniß, wie in dem oben erwähnten Keller, und ich hatteüberdies ein Kleid an von Kalbsfellen, woran die rauheSeite ebenfalls nach Außen gekehrt war. Die Hosen wa-ren auf Polnisch oder Schwäbisch und das Wamms wohlauf eine noch närrischere Manier gemacht. Obe» am Halsestand eine Kappe wie ein Mönchsgngel; diese war mir überden Kopf gestreift und mit einem schönen Paar großer Esels-ohren geziert. Ich mußte meines Unsterns selbst lachen, weilich sowohl am Neste als an den Federn sah, was ich für einVogel sein sollte. Damals fing ich erst an, in mich selbstzu gehen und auf mein Bestes bedacht zu sein: und gleich-wie ich Ursache genug hatte, Gott zu danken, daß er mirmeinen Verstand gesund erhalten, also war ich auch bedürf-tig, denselben inbrünstig zu bitten, daß er mich fernerhin