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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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als wenn mir alle Glieder abgeschlagen wären und als wennich mich nicht zu regen vermöchte, wie mich denn auch inWahrheit nicht tanzcrte, als diese ehrlichen alten Müttcrlcinmich splittcrnackend auszogcn und wie ein junges Kind vonallem Unrath säuberten. Doch that mir solches trefflichsanft und sie bezeugten während der Arbeit eine große Ge-duld und außerordentliches Mitleiden mit mir, also daß ichihnen beinahe gcoffcnbart hätte, wie wohl mein Handel nochstände. Jndcß dachte ich:Nein, Simplicius! vertrauekeinem alten Weibe, sondern denke, du habest des Ruhmesgenug, wen» du in deiner Jugend drei abgefeimte alte Vet-teln, mit denen man den Teufel im weiten Felde fangenmöchte, betrügen kannst. Du kannst aus dieser GelegenheitHoffnung schöpfen, daß du bei zunehmenden Jahren undkünftighin im Alter ein Mchrcrcs leisten werdest." Als sienun mit mir fertig waren, legten sie mich in ein köstlichesBett, darin ich ungewiegt einfchlief. Sic aber gingen undnahmen ihre Kübel und anderen Sachen, womit sie michgewaschen hatten, sammt meinen Kleidern und allem Un-flath, mit sich hinweg. Meines Dafürhaltens schlief ich aufdiesen Satz länger als vicrundzwanzig Stundekifund als ichwieder erwachte, standen zwei schöne geflügelte Knaben vordem Bette, welche mit weißen Hemden, taffetnen Binden,Perlen, Kleinodien, goldenen Ketten und anderen glanz-verbreitendcn Sachen köstlich geziert waren. Einer vonihnen hatte ein vergoldetes Becken voller Hippen^ Zuckcr-brod, Marzipan und anderem Konfekt, der Andere aber einenvergoldeten Becher in den Händen. Diese Knaben als En-gel, wofür sie sich ausgaben, wollten mich überreden, zuglauben, daß ich nunmehr im Himmel sei, weil ich das Fege-