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Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus : das ist: Ausführliche unerdichtete u. sehr merkwürdige Lebensbeschreibung ... Melchior Sternfals von Fuchsheim ... ; in 6 Büchern
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lcn, Kleider und kurz Alles, was er vermöchte, hätte er nachund nach hcrausgcfischt. Ich wollte nicht glauben, daß auseinem so kleinen verächtlichen Dinge so herrliche Sachen zubekommen wären. Hingegen sagte er: solches vermögeder Spiritus kap^ri also nannte er die Tinte unddas Tintenfaß würde darum ein Faß genannt, weil es großeSachen fasse. Ich fragte, wie man's denn heraus bringenkönnte, sintemal man kaum zwei Finger hineinsteckcn möchte?Er antwortete, er hätte einen Arm im Kopse, der solcheArbeit verrichten müsse; er verhoffe sich bald, auch eine schönereiche Jungfrau hcrauszulangcn, und wenn er das Glückhätte, so getraue er sich mit der Zeit auch eigenes Land undLeute bcrauszubringcn, was gar nichts Neues sei, sondernwohl schon ehemals geschehen wäre. Ich mußte mich überdiese künstlichen Griffe verwundern und fragte: ob nochmehr Leute solche Kunst könnten, oder dieselbe zu begreifenfähig wären.Freilich!" antwortete er,alle Kanzler,Doctoren, Secretärc, Proeuratoren oder Advocatoren oderAdvocatcn, Connnissarie», Notarien, Kauf- und Handels-Herren, und sonst noch unzählig viel Andere mehr, welchegemeiniglich, wenn sie nur fleißig fischen und ihr Interessefleißig in Acht gcnnommcn haben, zu reichen Herren darauswerden." Ich sagte:So sind die Bauern und anderenarbeitsame» Leute nicht witzig, daß sic im Schweiße ihresAngesichts ihr Brod essen und diese Kunst nicht auch ler-nen." Er entgegncrc:Etliche wissen der Kunst Nutzennicht, daher begehren sic solche auch nicht zu lernen. Etlichewollten^ gern lernen, ermangeln aber des Arms im Kopfeoder anderer Mittel. Etliche lernen die Kunst und habenArms genug, wissen aber die Griffe nicht, welche die Kunst