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die Bauer» zum Thcil nicdergcmacht, viele verjagt, underliche gefangen, darunter auch der Pfarrer selbst war. AchGott! wie ist doch das menschliche Leben so viele Müheund Widerwärtigkeit; kaum hat ein Unglück aufgehört, sostecken wir schon in einem andern; mich wundert es nicht,daß der heidnische Weltwcisc Timon zu Athen viele Galgenaufrichtctc, an welchen sich die Menschen selbst aufknüpfenund also ihrem elenden Leben durch eine kurze Grausamkeitein Ende mache» sollten. — Die Reiter waren eben weg-fertig, und führten den Pfarrer, wie einen armen Sünder,an dem Stricke daher. Unterschiedliche scbriccn: „Schießtden Schelm nieder!" Andere hingegen wollten von ihmGeld haben; er aber hob die Hände auf und bat, um desjüngsten Gerichtes willen, um Schonung und christlicheBarmherzigkeit; doch umsonst! denn einer ritt ihn überden Haufen und versetzte ihm zugleich einen Streich überden Kopf, so daß der rothe Saft darnach ging und er imFallen alle Piere von sich streckte und Gott seine Seele be-fahl. Den noch übrigen gefangenen Bauern ging cs imMindesten nicht besser.
Da es nun aussah, als ob diese Reiter in ihrer tyran-nischen Grausamkeit ganz unsinnig geworden wären, kamein solcher Schwarm bewehrter Bauern aus dem Walde,als wenn man in ein Wespennest gestochen hätte. Diesefingen an so greulich zu schreien und so grimmig darein zusetzen und darauf zu schießen, daß mir alle Haare zn Bergestanden, weil ich noch niemals bei dergleichen Raufereiengewesen war. Denn die Spessarter und VogclsbergcrBauern lassen sich fürwahr so wenig als die Hessen, Saucr-ländcr und Schwarzwäldcr auf ihrem Miste foppen. Davon