selben verfügten wir uns auf die zerbrochene Orgel, vonwelchem Orte aus wir sowohl auf den Altar als zu derKanzel sehen konnten. Als ich das erste Mal den Pfarr-herrn auf dieselbe steigen sah, fragte ich meinen Einsiedel:was er doch in diesem großen Zuber machen wollte? Nachverrichtetem Gottesdienste aber gingen wir eben so verstoh-len wieder beim, als wir hingckommcn waren, und nachdemwir mit müdem Leib und Füßen unsere Wohnung erreichthatten, aßen wir mit guten Zähnen übel. Alsdann ver-brachte der Einsiedel die übrige Zeit mit Beten und mich ingottseligen Dingen zu unterrichten.
An den Werktagen thaten wir, was am Nöthigsten zuthun war, je nachdem sich's fügte und die Zeit des Jahresund unsere Gelegenheit es erforderte. Einmal arbeitetenwir im Garten, das andere Mal suchten wir den feistenGrund an schattigen Orten und aus hohle» Bäumen zu-sammen, um unfern Garten anstatt der Düngung damit zubessern, bald flochten wir Körbe oder Fischreusen, oder mach-ten Brennholz, fischten, oder thaten je so etwas wider denMüßiggang. Und unter alle» diesen Geschäften ließ derEinsiedel nicht ab, mich in allem Guten gctrculichst zu un-terweisen. Unterdessen lernte ich in solchem harten LebenHunger, Durst, Hitze, Kälte und große Arbeit, ja allesUngemach übersiehe» und zuvörderst auch Gott erkennen,und wie man ihm rechtschaffen dienen sollte, was das Vor-nehmste war. Ein Mehrercs wollte mich mein getreuerEinstedel nicht wissen lassen, denn er hielt dafür, es seieinem Christen genug, um zu seinem Ziel und Zweck zugelangen, wenn er nur fleißig bete und arbeite. Daher istes gekommen, ob ich zwar in geistlichen Sachen ziemlich be-