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der zuvor seines Schwähers Schaase hüten mußte, ehe erein Heerführer und Gesetzgeber über sechsmalhundcrttausendMann in Israel ward. Ja, möchte mir vielleicht Jemandvorwerfen, das waren heilige gottergebene Menschen und' keine Spessarter Banerbuben, die von Gott nichts wußten!! Ich muß dies zugestchcn und kann cs nicht in Abrede^ stellen; aber was hat meine damalige Unschuld dessen zuentgelten? Bei den alten Heiden fand man eben sowohlsolche Beispiele, als bei dem auscrwählten Volke Gottes.Unter den Römern sind vornehme Geschlechter gewesen, die^ sich Bubulker, Statilicr, Komponier, Vituler, Vitellier, An-tonicr, Caprcr und dergleichen ohne Zweifel deswegen ge-nannt , weil sie mit derartigem Vieh umgcgangcn sind undcs vielleicht auch gehütet haben. Zwar Romulus und Re-mus sind selbst Hirten gewesen; Spartacus, vor welchem sichdie ganze römische Macht so hoch entsetzt hat, war ein Hirt.Was? Hirten sind sie gewesen — wie Lucianus in seinemDialog „Helena" bezeugt — Paris, des Königs PriamusSohn, und Anchises, des trojanischen Fürsten Acncas Va-ter. Der schöne Endymion, um welchen die keusche Lunaselbst gebuhlt, war auch ein Hirt, desgleichen der gräulichePolyphemus. Ja die Götter selbst — wie Phornutussagt — haben sich dieser Profession nicht geschämt: Apollohütete die Kühe des Königs Admctus in Thessalien; Mer-curius, sein Sohn Daphnis, Pan und Protheus warenErzhirrcu, daher sie auch noch bei den närrischen Poeten derHirten Patrone sind. Mcsa, der König in Moab, ist, wieman im zweiten Buch der Könige liest, ein Hirt gewesen;Chrus, der gewaltige König der Perser, ist nicht allein vonMithribatcs, einem Hirten, erzogen worden, sondern hatVolksroman. !. -)
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