Druckschrift 
Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
Entstehung
Seite
47
Einzelbild herunterladen
 

seine Unterthanen mit Weisheit und Gute, undder Unterthan liebt seinen Fürsten als Vater.Du öfnest den Weg der wahren Bestimmung,und zeigst ohne Dunkel, ohne Zurückhaltung,daß, so wie wir allen alles werden sotten,auch alle mit gleicher Liebe ohne schmälerndeUnbild zu umfassen verbunden seyen

Hier fühle, wer eines reinen und unpar-theiischen Gefühls fähig ist, wie wonnevoll undvielumfassend der Gedanke s;p, nach Christus-lehre allgemeine Bruderliebe üben, vernünftigeDultung, Friede und Eintracht beibehalten,wechselseitige Hülse, Trost, Beistand leisten.Wäre es nie erloschen! Wäre es noch in aller

Herzen kenntbar!. Doch ich will

ja nicht predigen, sondern nur fortfahren, mitkantischer Begleitung den obersten Grundsaz derchristlichen Moral weiter zu untersuchen, undden zeitherigen Behauptungen anzupassen.

Es ist freilich gegen den gewöhnlichen Gangdes Denkens, und änßerst genau bestimmt gedacht,was uns Kant über den obersten Grundsaz des

reinen