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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
Entstehung
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das übersinnliche blos auf Vernunft ge«gründete, welches uns über das Thier erhebt,und in die Klaffe edler vernünftiger Wesen ver-sezt. - Würde wohl jemand seine Moralitätauf thierische Gefühle bauen wollen? Und istein pathologischer, durch Neigung affizirter Willevielmehr, als erhöhtes Thiergefühl? Die Ver-nunft allein ohne absichtliche Neigung zum Ob-jekt kann also das formale Princip der Sittlich-keit aus ihrer eigenen Natur » xriori hergeben.Da ferner hier nicht die Frage ist nach Einheitin Erkenntniß, sondern nach allgemeinen Gefez-zen des Handelns: so reicht auch die spekula-tive Vernunft nicht aus, sondern alles beruhtauf reinen Grnndsäzzen für das Begehrungsver-mögen, welches die praktische Vernunftvermittelst allgemeiner und apodiktischer Gesezzeund Zwekke bestimmt. Reine Moralität kannalso nur durch reine Vernunftgesezze erzeugt wer-den; folglich kann ihr oberster Grundfa; auchnur von dieser abgeleitet werden, ist vielmehr inihr selbst gegründet.

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