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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
Entstehung
Seite
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ZS

Die Bestimmung unsers Willens zu dem -Moralischen soll einmal von der Erfahrung ab-geleitet werden. Da müssen doch wohl gewisseGegenstände voraus gedacht werden, denen ichmich durch mein Begehrungsvermögen zu nähern,oder die ich von mir zu entfernen wünschte; dieseGegenstände müssen zugleich einen Grund in sichenthalten, warum ich eins von beiden wünschte,vermuthlich also, weil ste mit Vergnügen oderMißvergnügen verbunden sind. Die Objekte jmüssen also erst auf mich wirken oder gewirkthaben, ehe mein Begehrungsvermögen aus der ^Erfahrung bestimmt werden könnte; diese Er-fahrung ist aber nur bedingt, relativ, Material;also könnte auch das Princip, welches aus Er-fahrung abgeleitet wird, nur Material seyn.,Dieses streitet aber mit dein oben festgesessen Ze-'griff des selbstthätigen moralischen Willens; als«kann der oberste Erundsaz der Moraliät nicht ausder Erfahrung, sondern aus dem Legehnmgs-jvermögen selbst abgeleitet werden. Dieses Iaber nun wieder zweifach: das sinnliche, von»dem Gefühle der Lust oder Unlust abhängig, wel-ches wir mit den Thieren gemein haben;

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