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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
Seite
447
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Hauch vom Geiste des elastischen Alterthums zu fühlenglaube. Durch die Hauptzierde der Bürgerischen Nach-bildung, die Reime, ist der Charakter des Gedichtes nichtnur verändert, sondern es ist eigentlich charakterlos ge-worden.

Ohne das hätte die Wahl der Bilder und Zügeunmöglich eine solche Breite gehabt. Wie schon gesagt:durch Corrigiren war hier wenigstens für das Ganzenichts zu verderben; im Einzelnen ist es häufig geschehen,wie sich leicht zeigen ließe, wenn für unfern Zweck nichtder Beweis hinreichte, daß Bürger bei der Beschränkungseiner Kritik aufDiction und Versbau, selbst über diesePuncte nicht auf die Grundsätze zurückging, und ausirrigen Vordersätzen schloß. So nimmt er bei den me-trischen Bemerkungen gar keine Rücksicht auf den Ge-gensatz der gereimten und rhythmischen Versarten. Nichtselten liegt der Satz im Hinterhalte, die Poesie sollekeine Freiheiten der Sprache vor der Prosa voraus haben:eine oft genug wiederholte und eingeschärfte Meinung,die aber von Leuten aufgebracht ist, welche Poesie undProsa als entgegengesetzte und unabhängige Wesen inihrem Kopfe nicht vereinbaren konnten, und deswegen,da man der Prosa zum nächsten Gebrauch doch nichtwohl entrathen kann, lieber die Poesie ausheben wollten.Meistens aber rügt er Versehen gegen die logisch-gram-matische Genauigkeit, die nur durch eine ängstliche Zer-gliederung merkbar werden, auf welche die Poesie, alseine Kunst des schönen Scheines, gar nicht eingerichtetzu seyn braucht. Es gibt zwar in ihr sowohl Minia-turen als Dekorationsmalereien, aber für die mikrosko-