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genommene und nunmehr unabänderliche Richtung aus-schloß, und in so fern ist dies Gedicht lehrreicher alsmanches andre. Einige haben vorzüglich die Schilde-rung der Schwangerschaft bewundert, mir scheinen dieanfangenden Strophen das meisterhafteste zu seyn.Auch die auf Unschuld anspielende Wahl des NamensTaubenhain ist glücklich, und die wiederum auf Na-men und Sache anspielende Gestalt der Geistercrschei-nungen:
Da rasselt, da flattert und sträubet es sich,
Wie gegen den Falken die Taube,gehört zu den zarteren Geheimnissen der Poesie.
Das Lied von der Treue ist aus einem altenund vielfach wiederholten Fabliau genommen. Da. dieGeschichte blos aus einen beißenden Spott gegen dieweibliche Treue hinausläuft, so sollte sie entweder kur;als witzige Anekdote erzählt werden, oder in einer größe-ren Composition der Ironie dienen, wie wir sie wirk-lich in den Roman vom Tristan eingeflochtcn sehen, derganz aus die höchste Treue der Liebenden gebaut ist.Wenigstens fühlt man sehr entschieden, daß BürgersRomanze keinen rechten Schluß hat. Graf FriedrichLeopold zu Stolberg hat bei der Behandlung des näm-lichen Gegenstandes unter dem Namen Schön Klär-chen (Musenalmanach von Voß und Göckingk 1781.)*)mit einer glücklicheren Wendung geendet, überhaupt
*) S. Gedichte der Brüder Christian und Friedrich LeopoldGrafen zu Stolberg. (Hamburg bei Perthes 1821.) Th. 1.S. 373. D. H.