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liebe Mädchen sich zum zweiten Male so etwas weg-kapern lassen, besonders da ich eine Abneigung vor einersolchen Bekanntmachung zu erkennen gegeben hatte? —Nun beunruhiget es mich, daß ich, besangen von meinemalbernen Mißverständnisse, neulich dummes Zeug an Siegeschrieben, und damit Ihnen oder dem guten Mädchen,trotz aller ihrer Unschuld, verdrießliche Stunden verur-sacht haben mag. Nicht wahr mein Gedicht ist nichtgedruckt? Es ist nicht daran gedacht worden? Es wirdnoch immer nur—o war' es doch so! von der Schnür-brust gepreßt? — Verzeihen Sie, liebe Freundinn,meiner blinden Dummheit! —- Sie wissen ja wohl, dieLiebe flößt zwar Klötzen Seelen ein, allein den Weisennimmt sie den Verstand. Und für einen Weisen —war' es auch nur aus Höflichkeit — müssen Sie michdoch wohl halten.
Nun das zweite, gute Frau, warum ich schreibe, ist— nein das will ich Ihnen hier noch nicht einmal sagen.Sie sollen es von dem Schwabenmädel erfahren, anwelches ich die Einlage zu geben bitte. — Ach, könnteich doch als Mäuschen gegenwärtig seyn! Wie die ge-heimnißreiche Frau da stehen, roth werden, stammelnund ihre ganze Rolle vergessen wird! Mit allen Ehrenvon der weiblichen Verschwiegenheit gesprochen, so läßtsich doch die männliche auch nicht lumpen, besonders,wenn Freund Amor mit im Spiel ist. Kurz und gut,Madame, ich habe es über und über heraus, wie meinSchwabenmädchen heißt, oder — ich will feierlich durchdas ganze heilige römische Reich für einen dummenTeufel ausgerusen werden. Nach gerade dächte ich.