beiten geholfen und er war, wie ich oft durch den drit-ten Mann erfahren, sehr wohl mit meinen Arbeiten zu-frieden. Diese Michaelis dachte ich in sein Haus zuziehen, aber siehe! da hatt' ein anderer armer brodloservootor juris Hieselbst mich aus dem Sattel gehoben,und zwar nicht durch die besten Künste, wie ich höre.Doctor Hesse entschuldigt dieses Verfahren damit,daß ich vermuthlich bald Weggehen würde, und daß ihmmit einer so kurz dauernden Verbindung nichts geholfengewesen wäre. So sind die Menschen! Indessen, werweiß, wozu mir's gut ist; wenigstens kann mir dieseBegebenheit einen Vorschmack von den Umschlägen deskünftigen Lebens geben, der mir gewiß heilsam seyn wird.Gegenwärtig wohn' ich nun in dem Hause des ProfessorSchlözer, der sich für mich zu interessiren anfängt. Durchseine Vermittlung hoff' ich mir künftig etwas von denBuchhändlern zu verdienen. Er ist ohnstreitig ein har-ter, unbiegsamer Mann, aber dabei nicht ohne edlesSentiment.
Daß Ihnen mein Gedicht gefallen hat, freuet michsehr; noch mehr aber freuet mich's, daß Sie mir Erin-nerungen gethan haben. O ich wollte, Sie verführenin diesem Stücke recht sehr strenge mit mir! Aber lei-der! müßten Sie dann viel Zeit und Papier verderben.Wenn Sie meinen, daß Eins oder das Andere derSammlung des Herrn Michaelis keine Schande macht,so nehme ich die Ehre an, die er mir zugedacht hat.Ich wünschte aber vorher zu wissen, welches er nehmenwollte, damit ich's vorher ausfeilte. Wenn die Samm-lung noch nicht so geschwind herauskommen wird, so