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und ob Sie diejenige wirklich sind, die ich im Geistefreilich schon längst mit hoher Liebe umfasse. Geist,Herz, Charakter, Lebensart, Sitten, Stand, Ehre,Vermögen, sind zwar wichtige Ingredienzien zu einerglücklichen Ehe; allein sie machen es doch nicht immerund ganz allein aus. Wir sind insgesammt sinnlicheMenschen, und auch die Sinnlichkeit will ihr Rechthaben. Unsere Sinne müssen ein wechselseitiges Beha-gen an einander finden, welches sich nicht gerade nachJugend und Schönheit, sondern oft nach einemunerklärbarcn Etwas richtet, das sich weder malen,noch beschreiben, sondern allein im Innersten fühlenläßt. Dieses Etwas läßt sich weder geben, noch nehmen.
Nach diesen Vorbereitungen wird es sich in der erstenStunde unserer persönlichen Zusammenkunft ausweisen,ob wir das Publicum mit der allersonderbarsten Heiraths-Geschichte zu amüsiren, — zu unserm eigenen noch größer»Amüsement zu amüsiren im Stande sind, oder nicht.
Elise, Elise! ich schließe mit einer theuern, feier-lichen Beschwörung. Bei dem ewigen Gotte, bei Ihremeigenen Wohl und Weh, und bei dem Wohl und Weheines Mannes, der nicht redlicher um das Ihrige be-sorgt seyn kann, als er ist, beschwöre ich Sie: WählenSie mich nicht zu Ihrem Gatten, wofern Sie nichtbei sich fühlen, daß Sie sich mit voller Liebe in meineArme werfen können. Ich schwöre Ihnen, in AnsehungIhrer eben dasselbe zu beobachten.
Und so hoffe ich freudig, der Allbarmherzige werdeunfern Bund, wenn er zu Stande kommt, mit seinemSegen krönen. G. A. B.