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helfen hätte. Dadurch, noch mehr aber durch die zu-gleich geschöpfte Hoffnung zu künftiger Besoldung, wurdeder Arme, der nicht wußte, daß er bald keine Besoldungmehr brauchen würde, ungemein erfreuet und aufgerichtet.
Bürger lernte die über seinem Haupte schwebendeunüberwindliche Todesgefahr erst wenige Tage vor seinemEnde kennen. Bis dahin nahm bei ihm, wie das beiSchwindsüchtigen meisten Theils zu geschehen pflegt, dieHoffnung zur Besserung mit der Krankheit zu; undich habe es da, wo nicht besondere Umstande eine Aus-nahme nothwendig machten, immer für grausam gehal-ten, solchen Kranken das Einzige auch noch zu cntrcissen,was ihnen die Natur absichtlich, wie cs scheint, gelassenhat, um ihren bejammernswürdigen Zustand erträglichzu machen, — die Hoffnung. Erst als ihm selbst dieAugen über seinen Zustand aufzugehen anfingen, gestandich ihm, daß er freilich jetzt nicht mehr hoffen könnte,von dieser Krankheit zu genesen. Weit entfernt, durchdiese Entdeckung beunruhigt zu werden, antwortete er,es komme ihm nun selbst so vor, und wünschte sich nureinen leichten Tod. Er sagte mir, er würde es gernsehen, wenn in seiner Todesstunde sich einige Freundeum ihn versammelten, und sich, ohne die allergeringsteBetrübniß zu äußern, in munteren und geistreichen Ge-sprächen unterhielten, indem er die Augen für immerschlösse. Allein dazu kam es nicht. Am achten Junius1794 verging ihm gegen Abend der kleine Ueberrest vonSprache vollends. Er wollte seinem mehrjährigen recht-schaffenen Freunde, dem Herrn Doctor Jäger, der aufseine dringende Bitte die Vormundschaft über die Kinder