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gewesen, dieser, bei eben so hinreissenden Gefühlen aufihrer Seite, zu widerstehen? Und dennoch, dennoch hatsie ihr Jahre lang unter den stärksten Prüfungen wider-standen. Dennoch ist sie ihr endlich nur auf eine Artunterlegen, die auf die höchst reinste weibliche Unschuldund Keuschheit auch nicht ein Fleckchen zu werfen ver-mag. Denn ich wüthender Löwe, der ich oft wedermeines Menschenverstandes noch Herzens mächtig war,hätte Vater und Bruder, die sie mir hätten streitigmachen wollen, mit den Zähnen zerrissen; in meinemWahnsinne hätte ich lieber meiner ewigen Glückseligkeit,als dem Himmel ihres Genusses entsagt, so herzlich iches auch vor Gott betheuern kann, daß Sinnenlust derkleinste Bestandtheil meiner unaussprechlichen Liebe war.Der Allbarmherzige wird mir's um seines Lieblingswer-kes willen verzeihen, was ich im höchsten Taumel derLiebe zu diesem verbrochen habe. An dieser herrlichen,himmelsseelenvollen Gestalt duftete die Blume der Sinn-lichkeit allzu lieblich, als daß es nicht zu den feinstenOrganen der geistigsten Liebe hätte hinauf dringen sollen.—Doch, wo gerathe ich hin? Ich sage Dinge, die ichnicht sagen sollte. Du bist ja aber einer meiner ältestenund vertrautesten Freunde. Und am Ende, wenn ich'sauch der ganzen Welt sagte? — Pah! Was kümmertmich denn nun noch die ganze Welt? Hin ist ja nun hin!Verloren ist verloren! — Niemand nehme sich's heraus,mir zu sagen: Bürger, sey ein Mann! Ich denke, ichbin einer, und zwar ein ganzer Mann, der ich so etwasund noch so zu tragen vermag, als ich's wirklich trage.Liegen nicht alle meine Wünsche, alle meine Hoffnungen,
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