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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
Seite
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Enkel in die Hände zu geben Bedenken trug/ undBoie, der Einzige, den er als dessen Freund nament-lich kannte, zum Unglücke verreiset war: so vertrauereer es den Händen eines Mannes an, dessen eigeneUmstände zerrüttet waren, der aber selbst einen so vor-sichtigen Greis zu täuschen die Gewandtheit hatte, unddurch den Bürger nachher mehr als sieben hundertThaler von diesem Gelbe verlor *). Dieses legte den

*) Dieser Mann war der nun verstorbene WirtcmbergischeHofrath Liste zu Gelliehausen, ein Mann von Kopf undKraft. Er war selbst Uslarischer Beamter gewesen, hatte imsiebenjährigen Kriege eine nicht unbedeutende Rolle gespielt,und durch seine Verschlagenheit den Einwohner» seiner Gegendwichtige Dienste geleistet. Durch eben diese Verschlagenheithatte er sich auch noch immer einigen Einstuß auf die Familiezu erhalten gewußt, vermittelst dessen er aus allen Kräften mit-wirkte, um Bürgern die Stelle zu verschaffen. Dieser wohnte,so lange er unvcrheirathct war, in dessen Hause, an seinemTische, und verlebte in der Gesellschaft seiner zwar nicht mehr-jungen, aber sehr geistvollen und gebildeten, nur etwas schwär-. merischcn Gattinn angenehme Stunden. Sie war einst vonGeminnigen und Zachariä als Elise und Lucindeverehrt und besungen worden. Bürger schätzte sie eben sosehr, als sein Freund Boie, und theilte sogar ihre frommenSchwärmereien. In einem Briefe an diesen vom 8. August1773 schreibt er von ihr:Dies Frauenzimmer soll einst meineGenoffinn in den paradiesischen Lauben werden; auf Erden abersoll ein »»bestecktes Harfenspiel und eine neue Art von Ge-sang, so ich mir zu bilden beschäftigt bin, dieser schönen Seelehinfort allein geweihet sehn." Als einen reinen Ergußseiner damaligen Gefühle betrachte man das schöne Gedicht anAgathe, daß sie eingegcben hatte, und welches an sic ge-richtet war.