er in dem eben Angeführten einem vertrauten Freundezur Noch zugesteht, in sofern zueignen wollte, als ichvielleicht eine richtigere Kenntniß von seinem Charakterund seinen Eigenthümlichkciten, mir zu verschaffen Ge-legenheit gehabt habe, als die meisten Andern: so binich doch darum noch nicht fähig und geschickt, diesemeine Kenntniß auch dergestalt mitzutheilen, daß dieMittheilung Unterhaltung und Vergnügen gewähre.Dazu kommt noch, daß der unruhige Beruf eines aus-übenden Arztes mir selten eine Stunde übrig läßt, dieich, ohne Furcht abgerufen zu werden, der Bearbeitungeines so fremdartigen Gegenstandes ganz widmen könnte.
Was ferner die vornehmsten Ereignisse in BürgersLeben betrifft, so habe ich nur von denen unmittelbareKenntniß, welche in die letzten zehn Jahre desselbenfallen. Von den früher» weiß ich Manches aus seinemMunde, manches Andere haben ältere Freunde von ihmmir nach seinem Tode mitgetheilt; aber Manches, wasausbewahrt zu werden vielleicht verdiente, ist mir ent-weder ganz unbekannt, oder ich weiß es nur aus bei-läufiger Erwähnung meines Freundes, und nicht genaugenug, um es wieder erzählen zu können. Von dem,was er in den letzten gramvollen Jahren seines Lebenserfahren mußte, könnte ich freilich dies und das erzählen,was vielleicht nicht ohne Interesse würde gelesen werden;aber zum Unglück sind diese Dinge von der Art, daß siesich vor dem Publicum nicht gut erzählen lassen, ohne eingewisses Zartgefühl zu beleidigen, und noch lebendePersonen bloß zu stellen. Und doch würde gerade dieseErzählung Bürgern, den Menschen, besser schildern, als