die Macht des Parlaments mußte ihnen als die einzigesichere Schuhwehr gegen die Schrecknisse papistischcrEomplotte und Gewaltthaten erscheinen. Sie mußtender Meinung seyn, daß eine der Hofpartei dem An-sehen nach so günstige Rebellion unmöglich durch ebendiese Partei unterdrückt werden könne, und daß daherdas Parlament die einzige Macht im Staate sey, wel-cher die Sache der Religion und Freiheit mit Sicherheitanvertraut werden dürfe. Bei einer solchen Stimmungdes Publicums mußte es dem Parlament auch gelingen,eine Aeußerung des Königs, wie er die Sorge für Ir-land dem Englischen Parlamente überlasse, sogleich alseine unumschränkte Vollmacht zur alleinigen Kriegs-führung anzusehen und so auf ein Mal der Kronedenjenigen Thcil der vollziehenden Gewalt zu entziehen,vor welchem man unter diesen Umständen die allgemeinsteFurcht hegte. Karl, so sehr er auch wußte, was manihm nahm, hielt es dennoch nicht für rathsam, sichoffenbar zu widersetzcn, um nicht den Verdacht zurechtfertigen, den die unvorsichtigen- und voreiligenOffenbarungen der Rebellen gegen ihn aufgeregt hatten.
So sehr auch dieser Eingriff des Parlaments indie Gerechtsame der Krone die protestantische Religionund die Freiheit gegen noch härtere Einbußen in Eng-land und Schottland sicher stellen mochte, so wenig ge-wannen selbige doch hierdurch für's erste in Irlandgegen die fanatische Wuth ihrer Verfolger. Gesetztauch, Karl war nicht der Anstifter dieser Empörung,so ließ sie sich dennoch zu seinen Absichten allzu gutnützen, um nicht gar bald ihr geheimer Gönner zu