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vor den Augen ihrer Aeltern gebraten. Wenn Einigeam Rande des Todes noch ein kurzes Gebet zu wim-mern versuchten, so konnten die Barbaren des Unglück-lichen, als eines Furchtsamen, spotten, und sagen:Diese Qualen wären nur ein Vorspiel ihrer baldigenewigen Pein. Wenn Manche, geschreckt durch denAnblick so entsetzlicher Martern, ein Römisch-katholischesBekenntniß ablegtcn, so hieß es: Nun ständen sie ingutem Glauben; um aber ihren Rücksall zu verhüten,sey es gut, sie sogleich abzuwürgen. Die, welche denMördersäusten entsprangen, wurden mit Hunden zuTode gehetzt. Nicht das Schmerzgeschrei der Unglück-lichen, nicht die Todesangst ihrer Seelen, nicht dieZuckungen der Verzweifelung vermochten die Wuth derBarbaren zu besänftigen. Der letzte Mordstceich wurdegemeiniglich noch mit der Verwünschung begleitete„Deine Seele zum Teufel!" Der Gefahr einer allge-meinen Verpestung zum Trotze, verweigerte man hart-näckig sogar die Beerdigung der zerfleischten Leichname»— Die Zahl der also Gemordeten läßt sich nicht allent-halben genau bestimmen. Allein nach den eigenen An-gaben der Rebellen sielen blos in der Provinz Ulster einhundert und vier und fünfzig taufend Engländer undProtestanten. —
Menschen waren indessen nicht die einzigen Gegen-stände dieser schrankenlosen Wuth. Auch die bequemenWohnungen und prächtigen Gebäude derselben wurdenentweder verbrannt, oder niedergerifsen und der Erdegleich gemacht. Ihr Vieh, obgleich nun die Beuteder Mörder, wurde, weil es Ketzern gehört, entweder