eiserne Herz des Mörders zu erweichen. Diese wurdenvor ihren Augen erst abgeschlachtet, und dann erfuhrsie eben dasselbe Schicksal. Das Weib, wehklagendum den zerstümmelten Gatten, erlitt einen nicht minderschrecklichen Tod, als den, welchen sie bejammerte. —Bei bloßem reinen Morde blieb es nicht. GrausamerMuthwille schuf ihn zu einem Spiel um, das diePhantasie eines Teufels nicht empörender hätte aus-sinnen können, zu einem Spiele, woran sich selbstWeiber und Kinder theilnehmend ergetzten. DennPfaffen stellten die Ermordung der Engländer als dasverdienstlichste Werk, als das sicherste Verwahruygs-mittel gegen das künftige Fegefeuer dar; Pfaffen er-mahnten das Volk mit thränenden Augen, das Landvon diesen erklärten Feinden des Ehrist-katholischenGlaubens zu säubern. Kein Sacrament wollten siemehr ertheilen, wofern irgend Jemand geschont würde.Auf diese Weise konnten sich die Mörder der Mengeihrer Erschlagenen rühmen, und ihren Schritt ausdiesem Leben für den nächsten in's Himmelreich halten.Ein Abt konnte sagen, er wollte nicht des HimmelsGnade, sondern nur seine Gerechtigkeit für den glück-lichen Erfolg der blutigen Unternehmungen seiner Glau-bensgenossen anrufen.
Ungern reget zwar die Geschichte das Andenken anGreuel auf, welche das Moos des Alterthums nun-mehr bedecket; ungern peinigt sie damit fühlende Men-schenherzen in mildern Tagen der Aufklärung undDuldung. Allein ein würdiger und großer Zweck ge-beut ihr, diesen allgemeinen zu flachen Umriß jener