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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
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ehrten Götzen, Vernunft und Gewissen aufopferte, sowill doch ich mich dem Dienste der Weisheit und derTugend widmen, und nur darin meine Ehre, meineWürde und meine Glückseligkeit suchen, was mich voll-kommener und besser macht!" Und Heil uns, wennes uns auch nicht an Muth und an ausdauernderWillenssestigkeit gebricht, diesen großen Entschluß wirk-lich auszusühren, und unserm löblichen Vorsatze beiallen Hindernissen mit unerschütterter Standhaftigkeittreu zu bleiben; wenn wir bei den Lockungen des La-sters uns durch den Gedanken stärken, daß doch keinErdenglück so groß, so schätzbar und so dauernd sey,daß es mit dem Frieden des Gewissens und mit der-jenigen Eemüthsruhe, welche die Frucht der Billigungund Achtung unserer selbst ist, in die entfernteste Ver-gleichung gestellt werden dürfte. Heil uns endlich,wenn wir den verführerischen Beispielen unsers Zeit-alters, dem Tadel der Thoren und dem Spotte derRuchlosen die lebhafte Ueberzeugung entgegen setzen, daßEitelkeit, Laster und Thorheit doch ewig nie aushörenwerden zu seyn, was sie sind, wenn sie gleich Millio-nen von Verehrern haben sollten, und daß die Tugenddennoch dasjenige bleibt, was der Liebe und der Ver-ehrung aller vernünftigen Wesen im höchsten Gradewürdig ist, wenn auch alle Thoren auf Erden ihrenunglücklichen Witz vereinigten, um sie zum Gespöttezu machen.

Damit aber das Gefühl unserer Pflichten allezeitlebhaft und kräftig genug in unfern Seelen sey, umauch in unvermutheten Gefahren unserer Tugend den

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