gend steilen Pfad zu wandeln den Muth hatten, indeinen Augen bedauernswerthe Thoren gewesen, diedas Glück ihres Lebens einem leeren Dunst- undSchattenbilds zum Opfer brachten, — arme Betro-gene, die um eines eiteln Traumes ihrer kränkelndenPhantasie willen es für besser hielten, Armuth, Nie-drigkeit, Verachtung und ungerechte Bedrückung zudulden, als auf jenen bequemen und so sehr gebahn-ten Wegen, welche die Philosophie des Weltmanneslaut anpreifet, gleich den Meisten ihrer Zeitgenossen,nach Ehre, Macht und Reichthum empor zu streben,
— Getäuschte, die jedem Gute entsagten und jedenGenuß verschmähten, so bald jene eingebildete Stimmeder Pflicht in ihrem Innersten sich dagegen erklärte,
— Unverständige, welche ihre Zeit nicht für sich, son-dern für eine undankbare Welt verlebten, und nurdann sich glücklich zu fühlen glaubten, wann sie dieKräfte ihres Körpers und ihres Geistes für fremdesWohl verschwendeten! Denn wisse, entweder mußt dudie Ideen von Gesetz und Pflicht, von Tugend undLaster, für eitele Grillen, das moralische Gefühl füreine leere Einbildung, und Alle, welche noch an Men-schenadel und Sittlichkeit glauben, für arme Schwär-mer und Thoren erklären, oder — es darf keine Selbst-verläugnung so schwer seyn, wozu du nicht um derTugend willen dich muthig entschließen, kein Lebens-genuß so sehr dich reizen, dem du nicht, um die Ach-tung gegen dich selbst und den Beifall deines Gewis-sens zu erhalten, aus immer entsagen, kein Weltglückso dich bezaubern, daß du es nicht gegen die erhabene