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1>aß dem Menschen, der auch schon in seinem physi-schen Wirkungskreise, wofern es ihm nur ein wahrerErnst ist, so Vieles vermag, nichts unmöglich sey,was zu seiner sittlichen Veredelung dienet, wenn eres nur mit ganzer Seele und mit anhaltendem Eiserwünschet und will? O, mache den Versuch! Faste nurden Muth, anstatt der Vorurtheile des Ansehns, derGewohnheit, der Mode, die Gesetze der Vernunft undSittlichkeit zu Regeln deines Lebens zu machen! Fasseden Muth, nicht in dem, was die Menge für großund ehrenwerth ausgibt, sondern darin, was die un-bestochene und unbefangene Vernunft dafür erkläret,deinen Werth und deine Ehre zu suchen. Und wennes dir schwer wird, auszuführen, was so Wenige nurversuchen, so fasse den Muth, dich hin zu denken aufrine jener hohen Tugendstufen, wo du dereinst als Mannoder als Greis mit dem Wonnegefühle der triumphirendenRechtschaffenheit auf eine zahllose Menge überstandenerGefahren, und auf das Heer siegreich ausgesührterKämpfe, worin so viele Tausende erliegen, zurückschauen wirst. Oder sollte das Bewußtseyn, deinemerhabenen Berufe getreu, und deinem Menschenadelnicht zur Schande gelebt zu haben, dir nicht so vielwerth seyn, daß du um deswillen den Tadel derUnverständigen, den Spott der Thoren, oder denHaß der Tugendfeinde auf dich laden, — nicht denKampf gegen dich selbst und dein eigenes Herz käm-pfen möchtest? O, so waren alle die guten und gro-ßen, selbst von den Lasterfreunden heimlich bewunder-ten und geschätzten Menschen, welche vor dir der Tu-