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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Vertrauen aus uns selbst, und die Hoffnung das Ge-wünschte Hervorbringen zu können folglich auchEntschlossenheit und Muth im Bewußtseyn der, wenig-stens unserer Meinung nach, uns beiwohnenden Kräfte. Ja, da selbst das Gefühl unserer Stärke an undfür sich, und wegen mannigfaltiger daran geknüpfterschmeichelnder Vorstellungen so angenehm ist, so ent-stehet schon hieraus in uns die Neigung, uns von demwirklichen Besitze vorzüglicher Kräfte zu überreden, undauch das Schwere, zumal wenn dieses an und für sichselbst Gegenstand eines heftigen Verlangens ist, mitMuth und Zuversicht auf uns selbst zu wagen.

Auf überwundene Schwierigkeiten zurück zu blicken,gewähret, wegen des damit verbundenen angenehmenBewußtseyns wohl angewandter Kräfte, dem Gemüthedie süßeste Selbstzufriedenheit. Nichts ist also natür-licher, als daß man sich in diese glückliche Lage hineinwünscht, ja, vermittelst der Phantasie sich sogar indieselbe hineinträumet, daß man folglich von demKraftgefühle, das man am Ziele zu empfinden hoffetund wünschet, einen Vorgenuß hat, wodurch denn auchdie Entschlossenheit und der Muth zu allen denjenigenschweren und gefahrvollen Unternehmungen, durch welcheman dieses schmeichelhaften Selbstbewußtseyns würdigund theilhaftig werden kann, nothwendig wachsen muß.

Sehr viel trägt ferner die gute Meinung und dieAchtung, in der wir bei andern Menschen stehen, dazubei, unser eigenes Urtheil von uns, unfern Verdien-sten, Gaben und Kräften hinauf zu stimmen. Allesaber, was in uns das Gefühl unsers eigenen Werthes