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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
443
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mag sie ihn genießen lassen, oder nicht, der Frost magsie in der Blüthe tödtcn, oder Nässe, Dürre, Unge-ziefer schon nahe an ihrer Reife zerstören, Hagel magden Halm zerknicken, oder Sturmwind ihn aus derWurzel reissen, glauben soll er und wissen, daßAlles, was Gott thut, wohl gethan sey. Und so würdedenn der wahre Zufriedene nicht sowohl der Sorglose,als vielmehr derjenige seyn, der Gott vertrauet.

Länger will ich Sic nicht mit meinem Wortrageermüden, meine Brüder! Ich bitte nur noch um Ver-zeihung, daß ich Sie nicht besser unterhalten habe.So gern ich es gethan hätte, so haben mich doch meineGeschäfte und mein Mißbesinden davon abgehalten.Dies Wenige, dachte ich indessen, wäre doch besser,als gar nichts, an dem Tage, der uns der feierlichsteim Jahre ist. Da wir uns an demselben hauptsächlichzum Wohlseyn und zur Freude versammeln, so glaubteich, diese kurze Betrachtung könnte vielleicht in so ferneinen schicklichen Bezug darauf haben, daß sie uns ver-anlaßte, manchen Dorn- und Distelbusch auszujaten,der dem Wachsthume des herrlichsten Gewächses sonsthinderlich gefallen wäre. Der Herr gebe uns Allendazu sein Gedeihen, und lasse uns sowohl diesen, alsalle übrigen Tage dieses neuen Logen-Jahres zu wahrerZufriedenheit und Glückseligkeit gesegnet sepn!