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2. Atelier den moralischen Muth *).
1791.
Tausende und «dermal Tausende erkennen vielleichtmit Ueberzeugung die erhabenen Vorzüge einer Glück-seligkeit, die von Weisheit und Rechtschaffenheit er-zeugt und genährt wird, und verächtlicherscheinet ihnendagegen in gewissen Stunden jedes andere Glück derErde. Entzückt von der Schönheit und Vortrefflichkeiteines der Tugend geweihten Lebens, fühlen sie sichdurchdrungen von dem lebhaftesten Enthusiasmus fürAlles, wodurch die Menschennatur groß und ehrwür-dig wird. Aber kaum machen sic den Versuch, altendurch Erziehung, Gewohnheit, Beispiele tief gewur-zelten Vorurtheilen und verkehrten Neigungen zuwiderzu handeln, kaum den Versuch, ihre selbstsüchtigensinnlichen Triebe, die schon langst durch Verwöhnungein Recht bekommen zu haben scheinen, ihre Befriedi-gung als ein Bcdürfniß zu ertrotzen, durch Vernunftund die wohlwollenden sittlichen Gefühle in ihre Gren-zen zu weisen: so finden sie so viele furchtbare, theilsinnerliche, theils äußerliche Hindernisse zu bekämpfen,daß dieser thätige Eifer zum Guten gar bald wieder inihren Herzen erkaltet.
Von innen — das längst aufgehobene Gleichge-wicht aller Kräfte, Empfindungen und Triebe, dessenMangel Unordnungen und Lasterhaftigkeit zu unaus-
*) Aus der Handschrift.