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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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empfindenden Geschöpft der unbegrenzten Natur ge-nießen, sind von der Art, daß uns dadurch nicht dasMindeste abgeht. Vielmehr, wenn wir das höchsteWesen lieben und in Ansehung der Geschöpft unftrnWillen mit dem ftinigen vereinigen, so müssen wiruns selbst desto höher schätzen, je vollkommener, edlerund größer das Ganze ist, wovon wir Theile sind,und desto mehr Ursache haben wir, Gott wegen derUnermeßlichkeit seiner Werke zu verehren.

Alle die bisher erwähnten Mittel muß nun endlichdas letzte krönen. Und das ist ein unbegrenztes Ver-trauen aus Denjenigen, der kein empfindendes Ge-schöpf zu seinem Unglücke in's Dascyn hervor gerufen,oder gewollt haben kann, daß ihm etwas mangele, des-sen cs in seiner jedesmaligen Lage zu seinem Wohl-sepn bedarf. Alle übrigen Mittel dienten blos dazu,die Gegenwart angenehm zu machen. Aber wird unsdie Zukunft nicht beunruhigen? Oder sollen wir, umdieser Unruhe auszuweichen, nicht an die Zukunft den-ken, sollen wir sorglos ftyn? Allein können wirdas wohl; und wenn wir es könnten, sollen wir es?Hängt nicht von unserer Vorsorge für die Zukunft sosehr unser künftiges Glück ab? Muß der Jünglingnicht fleißig ftyn, um in seinem männlichen Alter brauch-bar zu werden und sein Auskommen zu haben? Mußder Landmann nicht säen und pflügen, wenn er ern-ten will? Allerdings; das soll er! Aber wenn er seineWicht gethan hat, so soll er sich auch auf Gott ver-lassen. Glauben soll er, daß, was seine Weisheit auchüber die Früchte seiner Mühe beschließen mag, er