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Uebel, das man nicht wozu nutzen kann, wenn mannur Verstand hat. Unser Verstand ist die Biene, dieaus jeder Blüthe und Blume, auch aus den giftigen,Honig zu saugen vermag.
Wenn irgend etwas in der Welt beneidet werdenbars, so gehört gewiß diese glückliche Kunst unter diebeneidenswürdigsten Dinge. Sie erheitert den ganzenGesichtskreis unseres Lebens, und schafft einen unver-gänglichen Frühling um uns her. Wir befinden unsdarin wohl, wie der Fisch im Wasser; unser Blutfließt leicht durch die Adern; allenthalben hin begleitetuns unsere Heiterkeit; wir finden alle Menschen lie-benswürdig, und werden von ihnen wieder liebenswür-dig gesunden. Kurz, es ist nichts, was den Kreislaufvon Glück und Vergnügen mehr im Gange erhält, alsdie herrliche Kunst, Menschen und Dinge von derguten Seite anzusehen. Und sie ist gar so schwernicht, als man sich einbildet. Wenn man nur nichtvergißt, daß Menschen und Dinge mehrere Seitenhaben; wenn man nur nicht gar zu unwillig, trägeund verdrossen ist, ein wenig um sie herum zu gehenund den Standort der Betrachtung zu wechseln. DasGute, was sich allenthalben findet, springt dann ganzvon selbst in die Augen.
Nächst dieser Kunst, zu sehen, getraue ich mir auchdas als ein sehr wirksames Mittel der Zufriedenheitvorzuschlagen, wenn man seinen Wünschen fein oft dieFlügel beschneidet, und sie nach solchen Mitteln derBefriedigung stimmt, die in unserer Gewalt stehen»Auch dies zu bewerkstelligen, hat uns die Natur in