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gen, in keinem aber mehr, als in dem ästhetischen er-fahren. Wo maßt sich leicht auch der Unwissendsteschneller ein entscheidendes Urtheil, wo unverschämter einegesetzgebende Gewalt an, als wenn es daraus ankommt,über irgend ein Werk der Redekünste abzusprechen?Dieser Unfug hat besonders auch noch das Nachtheilige,daß er eine große Menge abhält, dergleichen bis aufeinen gewissen Grad gleichsam populär gewordene Kennt-nisse gründlich, vollständig und im Zusammenhängenach einer guten gewählten Methode zu studiren, undsie mit den rhapsodistischen, unordentlich durch einan-der liegenden Brocken zum nvthdürftigen Fortkommensich begnügen läßt. Theologie, alte Philologie, Rechts-Arzenei-Geschichtskunde, Mathematik u. s. w. glaubendoch die Meisten noch auf die angegebene Weise studirenzu müssen, wenn sie anders etwas Gründliches undBrauchbares davon wissen wollen, weil die zu diesenWissenschaften gehörigen Satze nicht so sehr im gemei-nen Umlaufe sind. Aber wie weit seltener kommt eshierzu in Ansehung der philosophischen Wissenschaften,wo Trägheit, Unbesonnenheit oder Eigendünkel sich sogern mit der leichten abgegriffenen Waare begnügen,welche der Wochenmarkt des Lebens liefert?