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gm dürftigen Geist, drückt ihm gleichsam ihr schönesBild auf, und zaubert ihm ihre lebendige Kraft an.Dieses aber mit einem für den Lernenden sehr ange-nehmen Unterschiede. Die Sprache konnte nur durchdie vereinigten Geisteskräfte und Wirkungen einesganzen Volkes in einer nähern gesellschaftlichen Verbin-dung, durch eine Reihe mehrerer Jahrhunderte hin-durch Reichthum, Gestalt und Geschmeidigkeit gewin-nen. Diese aus tausend Quellen entsprungenen Bachekehren in der Sprache, zu einem einzigen großenHauptstrome vereinigt, wieder in den einzelnen Men-schengeist zurück und führen ihm ihre Reichthümer zu.Hieraus folgt nichts anders, als, je vollkommenerJemand seine Sprache versteht, desto reicher ist erauch an Vorstellungen der Dinge und ihres Mannig-faltigen. Umgekehrt, je ärmer an Sprache und Aus-druck, desto ärmer auch an einer deutlichen, klarenund wohlgeordneten Erkenntnis. Seiner Sprache mäch-tig seyn, heißt daher nichts anders, als, aller Kräfteseines Geistes und des ganzen Jdeen-Vorrathes mächtigseyn, welchen die Sprache bezeichnet. Nicht richtig,nicht deutlich, nicht zusammenhängend, nicht schönsprechen und schreiben, ist nichts anders, als, eben sogebrechlich denken und empfinden. „So lange derMensch nicht reden konnte, — heißt es in einemBuche, reich an wahren und schönen Gedanken in dergefälligsten Einkleidung *), — so sah, hörte, fühlte
*) S. Engels Philosoph für die Welt. S. Th. S. 19.Neue Nuff. von 1787.