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ter, kann es in seinem Leben durchaus vermeiden, zuZeiten unterrichten, überreden, rühren, oder auf irgendeine Art ergehen zu müssen. Sowohl sein eigenes,als auch seines Nächsten Wohl und Weh hängt mehr,als Ein Mal, von seiner Empfänglichkeit für alle dieseWirkungen ab, wann sein Verstand oder sein Herzvon außen her angeredet wird. Ueberall stehet derSprachausdruck als Mittel mit diesen Wirkungen imgenauesten Verhältnisse. Was für Wirkung aber kannderjenige Hervorbringen, der des Werkzeuges nichtmächtig ist? Was für Wirkungen kann er erfahren,wenn er fühllos gegen dasselbe ist?
Noch mehr! Nicht nur wegen des unumgänglichenVerkehres des Menschen mit Menschen ist die Kunst,zu reden und zu schreiben, so wichtig, sondern auch,ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Nothdurft, ist siejedem einzelnen Menschen an und für sich zur Er-höhung und Veredelung seines Geistes und Herzensunentbehrlich. Durch Sprache erwirbt er nicht nur,sondern erhält und fesselt er auch an sich, als mit denstärksten Banden, den ganzen Reichthum seiner Er-kenntniß des Wahren, des Schönen und Guten. Wennes von einer Seite wahr und unläugbar ist, daß deran Erkenntniß wachsende, an Empfindungen sich ver-edelnde Geist die Sprache bereichert, verfeinert, undsie gleichsam mit sich nimmt, wenn er in das Reichseiner Herrlichkeit eingeht, so bereichert und veredeltvon der andern Seite eben so gewiß das Studiumeiner reichen und ausgebildeten Sprache, besonders,wenn diese die Muttersprache ist, den an Vorstellun-
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