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That so wichtig? Sind sie es werth, daß man essich so sauer um sie werden lasse? Daß man diejeni-gen, welche sie gründlich zu lehren und in möglichsterVollkommenheit auszuüben streben, wo nicht vorzüglichehre, doch wenigstens nicht geringe schätze? Das sollteich doch ohne alle Anmaßung denken.
Alles menschliche Wissen bestehet in Vorstellungendes Mannigfaltigen der Dinge in ihren Verhältnissen,und in der Kunst, dies auf das genaueste zu bezeichnen.Beides, Vorstellung und Bezeichnung, ist so innig miteinander verbunden, daß man nicht genug über dieUnbesonnenheit derer erstaunen kann, welche gleichsamscheiden wollen, was Gott zusammen gefügt hat. OhneBezeichnungskunst ist kein Verkehr unter den Menschenmöglich, die gleichwohl zur Gemeinschaft unter einan-der geschaffen zu seyn scheinen. Je höher diese Kunstgetrieben werden kann, desto inniger und fester mußsich die Menschheit zu einem großen, vollständigen, ge-sunden und thätigen Körper zusammen gliedern.
Das gesellschaftliche Menschenleben ersodert einenbeständigen ununterbrochenen Hin- und Herhandel mitunzähligen Gedanken und Empfindungen. Dieser kannnicht anders, als durch schickliche Zeichen getrieben wer-den. Ausgemacht aber ist es längst, daß unter allenbekannten Bezeichnungsarten diejenige, welche im ge-wöhnlichsten und allgemeinsten Sinne Sprache heißt,die vorzüglichste sey. Sprache ist die gangbarste Münze,auf welcher der geistige Gehalt am vollkommenstenausgeprägt ist. Sie richtig, ordentlich, rein und blankzu liefern, ersodert sowohl der Verstand, als der