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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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allen Vollkommenheiten, wornach das vorzüglichste Ta-lent, der hartnäckigste Fleiß nur immer streben können,sind die Gewalt über seine Sprache und eine elastischeSchreibart, die nie ihres Endzwecks verfehlt, geradeam schwersten und letzten zu erreichen. Man wirdweit leichter und eher ein nicht unbeträchtlicher Ge-lehrter, als ein guter elastischer Schriftsteller. Gelehr-samkeit ist allenthalben zu großen Haufen ausgeschüttet,man kann davon einsacken, wann und wo man will,wenn man nur will. Aber diejenige Geschmeidig-keit und Gewandtheit des Geistes, welche zu einemvollkommenen Vortrage erforderlich ist, erwirbt sich soleicht nicht mehr, wenn Zeit und Gelegenheit versäumtsind, und jene großen Hausen liefern dazu oft nichtein Körnchen. Die unzähligen Beispiele derer, welcheso herzlich gern gut schreiben möchten und es doch nichtkönnen, die es selbst bei nicht gemeinen Fähigkeitenerst so spat nach so mancherlei mühseligen Anstrengen,ja vielleicht dennoch in ihrem ganzen Leben nicht lernen,reden lauter, als irgend etwas für die Schwierigkeitder Sache. Und damit wollte man schon in den Kna-benjahren auf niedern Schulen fertig werden? AufSchulen wo vielleicht nichts, als Latein, Griechisch undein wenig zusammen gestümperte Rhetorik aus derArche Noäh getrieben wird? Und dennoch waren dieseSchulen noch immer weit besser, als diejenigen, wo,nach der Ueberweisheit einiger neuern Pädagogen, eineArt von höhern wissenschaftlichen Spielereien dieRedekünste verdränget.

Aber sind denn nun diese schweren Künste in der