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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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z. B. in unfern Landen ein vorzüglich guter, wenn gleichnoch kein vollkommener Kanzelley-Styl herrscht? Undwer, wenn er mit unbefangenem Blicke auf den Grunddieser angenehmen Erscheinung zurück forscht, kann dadie Bemühungen solcher Rechtslehrer auf der hiesigenUniversität verfehlen, welche, so wie an Rechtskennt-nissen, also auch an einem richtigen, reinen und schick-lichen, sowohl mündlichen, als schriftlichen Vortrageso viele ihrer Zunftgenossen übertreffen? Aber auchaus den Schulen solcher Männer, besäßen sie auch nochso viel Geschmack, noch so viel gründliche Einsicht in dieMuttersprache und Schreibart, läßt sich etwas Voll-kommenes weder erwarten, noch sodern, ob ich gleichsehr willig zugebe, daß aus ihren praktischen Lehrstun-den auch für den Styl kein geringer Nutzen entspringe.Alles desjenigen, was zur richtigen zweckmäßigenSprache und Schreibart gehört, müßten die Schüler,welche ihren Uebungsstunden beiwohnen, billig schonmächtig seyn. Wenn solche Männer sich auch aufSprache und Schreibart einlassen, so geschieht es wohlnicht deswegen, weil diese mit zu ihrem Zwecke ge-hörten, sondern weil die leidige Noch sie dränget, we-nigstens den auffallendsten, den unerträglichsten Män-geln, so viel die Zeit nebenher verstauet, abzuhelfen.Sie können auch nur alsdann ihre Winke geben, wanneinzelne Fälle ihnen Gelegenheit darbieten. Wenn nunder Lehrling auch von zehn und zwanzig Fehlern da-durch unterrichtet wird, die er beibehalten haben würde,wenn er diese Schulen nicht besucht hätte, so kann erbei dem großen unabsehbaren Umfange unserer Mutter-