in einem Felde/ welches vielleicht noch weitläuftiger,als das seinige ist, das außer mannigfaltigen Sprach-und Sachkenntnissen, außer großem Fleiße, auch nochbesondere, nicht jedem Erdensohne verliehene Natur-gabcn erfordert? Nun ist aber einmal der schlimmeUmstand vorhanden, daß seit Jahrhunderten in demTempel der Themis die Barbarei des Ausdruckes inRiesengestalt unerschütterlich neben der heiligen Göt-tinn thronet, die an und für sich nichts weniger, alshäßlich, nichts weniger-, als den Gesetzen einer edlenkeuschen Schönheit abgeneigt ist. Die Juristen, welcheöfters im Dienste des Tempels dort ein und ausgchenmüssen, haben sich einmal durch täglichen Umgangund Anblick an die gräßliche Gestalt des Ungeheuersgewöhnet. Sie fühlen nicht mehr bei seinem unge-kämmten Zottelhaar, bei seinen borstigen Augenbrau-nen, die wie Fußsäcke herunterhangcn, bei seinemNasengebirge, bei den behaarten Warzen seines vier-eckigen Angesichtes, bei seinen ungewaschenen Händenmit zolllangen Nägeln, und dem zu dieser ganzenUnholdssigur passenden Ornate, was andere Menschen-kinder empfinden, welche in Gegenden bewandert sind,wo ihnen schönere Gestalten begegnen. Daher läßtcs sich denn auch erklären, wie selbst in so manchenneuem nicht wenig gerühmten Anweisungen zum ju-ristischen und übrigen Geschäfts-Style, die aus ju-ristischen Federn geflossen sind, solche entbehrliche,Vernunft und Geschmack beleidigende Auswüchse nichtnur entschuldigt, sondern sogar in Schutz genommen,für nothwendig geachtet, oder als Zierlichkeiten em-
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