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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Bemühungen anderer Lehrer für sehr entbehrlich ge-halten zu haben scheinet, so haben doch nur die We-nigsten eine Ahndung davon, daß von einem solchenLehrer noch etwas Nützliches und Nothwendiges für siezu lernen sey. Denn mit der Deutschen Sprachlehredürfte ihnen dieser ganz und gar nicht kommen, sounentbehrlich die auch wäre, da oft von hundert Stu-denten vielleicht an neunzig noch nicht grammatisch rich-tig schreiben können. Damit dies die Studenten nicht ver-drieße, so setze ich getrost hinzu, daß mehr, als EinDutzend ihrer hochbecühmtcn Professoren durch ganzGermanien es eben so wenig kann. Und wofern diesgeläugnet, ja nur bezweifelt werden sollte, so verpflichteich mich, es durch Schwarz auf Weiß darzuthun, undbei den Schriften dessen, der es läugnct denn seineSprache vcrräth ihn, daß er einer von ihnen istden Anfang zu machen. Da übrigens mit den schönenWissenschaften, wie ganz natürlich und billig, sich mei-stens nur Männer aus der philosophischen Classe be-schäftigen, die weder ein theologisches, noch juristisches,noch medicinisches Schild aushängen, so ist es sehrbegreiflich, wie der Brotstudent aus jenen Facultätendiese Gegenstände mehr unter die Waaren des gelehr-ten Luxus, als der Nothdurft rechnen könne. Theo-log und Jurist wollen freilich auch gut schreiben ler-nen. Allein jener hat dabei nur seine Kanzel, dieserhergegen seine Praxis im Kopfe. Was versteht dennaber, denken Beide, der Lehrer der Philosophie undschönen Wissenschaften vom Predigt- und Kanzellcy-Styl? Der mag allenfalls ein wenig blümeln lehren,