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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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verbindet, die bisher noch immer auf eine philosophischeEntwickelung und Bestimmung vergebens gewartet ha-ben? Wenn irgend ein Ausdruck vieldeutig, irgend einBegriff dunkel und schwankend ist, so sind es Wortund Begriff von Schönheit. Daß dieser Baum, dersich in tausend Aeste ausbreitet, am Ende nur durcheine einzige einfache Stammwurzel in dem Innerstenunserer Natur gegründet sey, ist zwar wohl kaum zubezweifeln, aber nach Allem, was ich darüber noch ge-lesen habe, scheint mir noch kein Forscher bis zu die-ser Wurzel hinabgedrungen zu seyn. Es ist hier derOrt nicht, mein Glaubensbekenntniß über diesen Ge-genstand abzulegcn und zu rechtfertigen, welches ichnoch einmal anderwärts thun werde, wenn es dem Ge-nius meines Lebens und Schicksals gefällig seyn sollte,mich in einer für philosophische Nachforschungen be-quemen Lage zu erhalten. Hier will ich nur so vielsagen, daß man sich in der Lehre vom Style liebereines Ausdrucks enthalten sollte, der wegen seiner Un-bestimmtheit so leicht zu falschen und nachtheiligenVorstellungen Anlaß geben muß. Denn gesetzt, eswäre auch das allgemeine und höchste Pcincip derSchönheit, auf welches sich alle Gattungen des Schö-nen zurückführen lassen, schon wirklich aufgesunden, soist das Auge des großen Haufens doch bei weiten zustumpf, die Verkettung jedes besonder« mit dem all-gemeinen Glied für Glied zu durchschauen. Wenn da-her der philosophische Lehrer des Styls den Begriff derschönen Schreibart auch noch so genau und allumfas-send dahin bestimmte, daß alle Gattungen, von der