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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
357
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Auch die Auseinanderzerrung in angcstaunet,V. 7, ist meinem Gefühle zuwider. Sie scheinet mirden Vers schlaff zu machen, und dem Ausdrucke dieCongruenz mit dem Begriffe zu nehmen. Da dieGrammatik, ob sie gleich die Flexions-Sylben zunächstin ihrer Vollständigkeit dargestellt wissen will, dennochin vielen Fällen die Zusammenziehungen keineswegesverbietet, sondern es dem Ohre und dem Geschmackedes Redenden oder Schreibenden überläßt, nach Be-schaffenheit der Umstände Gebrauch davon zu machen,so würde ich in dem gegenwärtigen Falle außer demVerse sicherlich angestaunt gesetzt haben. Denn dasneulich von Hrn. Bartels, einem sonst einsichtsvol-len und gelehrten jungen Manne, in Vorschlag und,leider! auch sogleich in Ausübung gebrachte Mittel,unserer Sprache durch Einschiebung der längst ausge-stoßenen unbetonten Flexions- e Geschmeidigkeit undWohlklang zu verschaffen, ist ein Einfall, womit Hr.Bartels vermuthlich allein bleiben dürfte. Wir habendieser schändlichen unbetonten e, denen auch Hr. Ade-lung das Wort redet, ohnehin schon so viele in unsererSprache, daß es vielmehr verdienstlich seyn würde,ihrer noch einen guten Theil wegzuschaffen. Es fehltuns freilich gar sehr an Vocalen; und kann Hr. Bar-tels deren auch nur wenige andere, als unbetontee, herbei schaffen, so soll er mir ein sehr großer Apollseyn. Hierzu scheinet aber keine Aussicht, ja cs scheintüberhaupt nicht einmal Hoffnung vorhanden zu seyn,daß unsere Sprache einen nur einiger Maßen beträcht-lichen Grad der Geschmeidigkeit und des Wohlklanges,