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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Dem wackern, rüstigen, seines Stoffes, seiner Sprache,seines Verses mächtigen Dichter muß dies säst niemalsunmöglich seyn.

In meiner obigen Stelle wird das Enjambe-ment, wie es die Franzosen nennen, um so wider-wärtiger, da es zwei Mal hinter einander vorkommt,und die beiden Beiwörter grauen und blauenweder etwas vorzüglich Schönes in ihrem Klange,noch auch, wenn man dies etwa nicht einräumen will *),in ihrer Bedeutung haben. Ich habe schon vorhin zuerkennen gegeben, daß mir ein ästhetisches Beiwortalsdann müßig, oder doch ziemlich unbedeutend zu seynschiene, wenn man es mit vielen andern eben so gutersetzen kann. Man überlege, ob dies nicht der Fallmit den angeklagten sey. Sie verrathen zu sichtbardas Bedürfniß des Verses und des Reimes. R's Zu-sammensetzung silbergrauen mißfällt mir nochmehr. In der poetischen Welt dürste wohl weder dasSilber grau, noch das Graue silbern seyn;und wenn gleich hier und da von einem silber-grauen Haar die Rede ist, so bleibt doch immernoch die Frage, ob diese Zusammensetzung schicklich,und ob silb erw eiß nicht eine schönere Vorstellung sey.Dem sey indessen, wie ihm wolle, so fühlt es sichleicht, daß diese Bestimmung nur zur Ausfüllung desVerses hinzu gekommen sey.

*) Völker von seinen, für Wohlklang gebildeten Ohrenscheinen von unfern vollen und breiten Diphthongen au, eu, ei,ai eben keine Freunde zu seyn.