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nicht, wiewohl ich gern zugebe, daß eine unreine Phan-tasie, sobald auch in der edelsten und göttlichstenSprache von Liebe gedacht und geredet wird, leicht aufunreine Nebenvorstellungen geleitet werden könne. Icherinnere mich noch gar wohl, daß rohe Gesellen, alssie von diesem meinen lieblichsten, süßesten und dochzugleich edelsten Frühlings- und Licbesgesange nochweiter nichts, als den Titel: Die Nachtfeier der
Venus, vernommen hatten, sich etwas nicht viel Bes-seres, als eine besungene Bordell-Scene dachten.
Der 5. V., Wann das Laub ihr Nest um-schattet, -— ist zwar von anmuthigem Inhalte;allein er hat dennoch um des Bessern willen, undwegen der Unvollkommenheiten, die er nach sich zog,aufgegcben werden müssen. Denn ein Mal hatte derGedanke dadurch, daß blos das Paaren der Vögel,eines kleinen Theiles lebendiger, der Liebe fähiger Ge-schöpfe, angeführt war, nicht, — wie soll ich es nen-nen? — nicht Enumeration, nicht Amplisication ge-nug, um mit dem recapitulirenden Epiphonema deretwas hyperbolischen, mithin unwahren Totalität:
Was da lebet, das begattet
Um die Zeit der Blüthe sich,
beschlossen werden zu können. Ich nahm in diesemgroßen Kopfe auf einem ziemlich dünnen und hagernRumpfe einen Mißstand wahr, der schwerlich auch demaufmerksamen Leser entgehen kann. Daher darf ichmir auch wohl schmeicheln, daß die neu hinzu gekommeneErweiterung: