aus der Verlängerung des Artikels der entstehet, sehrvermindert wird. Weit beträchtlicher würde er seyn,wenn ich einen trochäischen Vers, der billig immermit einem starken Schlage, — anfangen sollte,mit der Natur anfingc. Es gab in den vorigenAusgaben der Nachtfeier einige solcher Anfänge, welchestehen zu lassen, ich mich nicht habe überwinden können.
Da ich übrigens ungern bemerkt habe, daß einigeKunstlehrer an einigen zusammengesetzten und an-dern zweisilbigen Wörtern, deren letzte Halste etwasmehr Fülle, als gewöhnlich, hat, wiewohl die ersteSylbe den ganzen Ton auf sich zieht, wahre Spon-
daen,-, zu haben, und daher z. B. einen Vers,
wie den II. im obigen Abschnitte, wegen des WortesLabsal, für nicht rein trochäisch erklären zu dürfenwahnen, so sehe ich mich bei dieser Gelegenheit genö-thigt, dies für einen sehr großen Irrthum zu erklären.Wir haben im Deutschen durchaus keine spondäischenWörter, und diejenigen, die man dafür ausgibt, sindwahre Trochäen, wie Moritz in seinem Versuche ei-ner deutschen Prosodie sehr wahr und gründlich dar-gethan hat. Wir haben im Deutschen keine echtenSpondaen, als höchstens diejenigen, die wir durchWortstellung hervor bringen. Wenn zusammen ge-setzte Wörter, wie Großmuth, Allmacht, Mord-stahl, Sehnsucht, Nachwelt, Chorlied, Wohl-laut, u. s. w., ferner abgeleitete, wie furchtbar,zaghaft, Weisheit, Bächlein, Labsal, müh-sam, Freundschaft, Reichthum, u. s. w., diewir zu vielen tausenden in der Sprache haben, Spon-