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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
338
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Lenze, welches weit mehr sagt, als wenn man ihnblos über einigen Gegenständen, ich weiß nicht, wie?schweben läßt. Nicht wenig haben auch die vier letztenVerse an Wohlklang und ästhetischer Jdeensülle ge-wonnen. Der 10. V. war wegen des dreimal sonahe auf einander folgenden f, — Tropfen aufdie Flur, — sehr hart. Der Reim in streuenund Gedeihen war ebenfalls nicht der reinste. DerSegen der Wolken gewinnt jetzt mehr Umfang; ererstreckt sich nicht blos auf die Flur, sondern aufWiese, Hain und Flur; die Wirkung ist ausge-dehnter geworden dadurch, daß er, außer Nahrungund Gedeihen, gleich zuerst auch Labsal gewäh-ret; das tautologische geben nach streuen in der1. A., so wie auch die etwas und dunkele Appositionim 11. V. der 2. A., sind vermieden. Die Darstel-lung im Großen ist nunmehr wahrer und der Natur-erscheinung gemäßer. Die milden Winde wehen vordem blau und golden schwebenden Frechlinge her, underwecken Wohlgefühle in allen Wesen. BefruchtendeRegenwolken ziehen ihm nach, und muffen ihm nach-ziehen, wenn seine Winde, sein blaues und goldenesSchweben nicht endlich zum Unsegen werden sollen.

Für echte und gerechte Kritik halte ich nunmehrdiesen Abschnitt, sowohl in Ansehung des Stoffes, alsder Form, bis auf eine Kleinigkeit, die sich aber ohnegroße Aufopferung kaum wegschaffcn lassen dürfte, für-vollendet. Diese Kleinigkeit ist aber so klein, daß sie,wenn ich nicht selbst darauf Hinweise, von den We-nigsten bemerkt werden würde. Es ist ein kleiner